Ein verlorener Zahn ist mehr als eine ästhetische Lücke. Er beeinflusst Ihr Kauen, Ihr Sprechen und manchmal auch Ihr Selbstvertrauen. Wir möchten Ihnen mit diesem Ratgeber eine ehrliche Orientierung geben, was ein Zahnimplantat kostet, wie der Ablauf aussieht und welche Faktoren Ihre persönliche Entscheidung beeinflussen.
Was ist ein Zahnimplantat? Aufbau und Materialien
- Zahnimplantat = künstliche Zahnwurzel, direkt im Kieferknochen verankert
- Besteht aus drei Teilen: Implantatkörper, Abutment und Zahnkrone
- Materialien: Titan (Standard) oder Keramik (metallfreie Alternative)
- Verwächst über Osseointegration dauerhaft mit dem Knochen
- Erhält den Kieferknochen, anders als Brücke oder Prothese
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die fest im Kieferknochen verankert wird und einen verlorenen Zahn vollwertig ersetzt. Es besteht aus drei Komponenten: dem Implantatkörper aus Titan oder Keramik, dem Verbindungsstück (Abutment) und der sichtbaren Zahnkrone. Über einen biologischen Prozess namens Osseointegration verwächst der Implantatkörper innerhalb weniger Wochen mit dem Kieferknochen und übernimmt dauerhaft die Funktion der natürlichen Wurzel.
Im Unterschied zur Brücke benötigt ein Zahnimplantat keine gesunden Nachbarzähne als Pfeiler. Der Kieferknochen wird mechanisch belastet wie bei einem natürlichen Zahn, was den typischen Knochenabbau nach Zahnverlust verhindert. Genau dieser Erhalt der Knochenstruktur ist einer der wichtigsten medizinischen Vorteile gegenüber konventionellem Zahnersatz.
| Material | Eigenschaften | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Titan | Bewährter Standard seit über 50 Jahren, sehr hohe Stabilität, hervorragende Osseointegration | Seitenzahnbereich, komplexe Versorgungen, Brückenpfeiler |
| Keramik (Zirkonoxid) | Metallfrei, weißlich, hohe Biokompatibilität, ästhetisch im Frontzahnbereich | Frontzähne, Patienten mit Metallunverträglichkeit oder ästhetischem Anspruch |
Zweiteilige und einteilige Implantatsysteme im Vergleich
Zweiteilige Implantatsysteme bestehen aus Implantatkörper und separatem Abutment, das nach der Einheilung aufgeschraubt wird. Einteilige Systeme verbinden beide Komponenten fest miteinander. Die zweiteilige Variante ist heute der medizinische Standard, weil sie eine flexible Versorgung ermöglicht und Korrekturen am Aufbau auch nach Jahren noch erlaubt. Einteilige Implantate kommen vor allem bei sehr engen Platzverhältnissen oder schlanken Dimensionen im Frontzahnbereich zum Einsatz.
Für wen sind Zahnimplantate geeignet?
Zahnimplantate sind für die meisten Erwachsenen geeignet, deren Kieferknochen noch ausreichend ausgebildet ist. Das Knochenwachstum schließt ab dem 18. Lebensjahr ab, weshalb Implantate bei Jugendlichen erst danach gesetzt werden. Als absolute Kontraindikationen gelten unkontrollierter Diabetes, schwere Gerinnungsstörungen und bestimmte Medikamente wie Bisphosphonate, die den Knochenstoffwechsel direkt beeinflussen. Rauchen erhöht das Misserfolgsrisiko messbar, ist aber kein absolutes Ausschlusskriterium, sofern der Patient während der Einheilphase pausiert. Wir klären im Erstgespräch alle individuellen Voraussetzungen gemeinsam mit Ihnen.
Zahnimplantat Kosten: Preisübersicht und Einzelposten
- Einzelnes Zahnimplantat mit Krone: 2.500 € bis 4.500 €
- Implantatgetragene Brücke (2 Implantate, 3 Zähne): 4.300 € bis 4.900 €
- Komplettversorgung pro Kiefer (All-on-4): 12.000 € bis 18.000 €
- Knochenaufbau als Zusatzleistung: 500 € bis 3.000 €
- Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse: 60 %, 75 % des Regelsatzes (nur für die Krone)
Zahnimplantat-Kosten setzen sich aus mehreren Einzelposten zusammen, die viele Ratgeber nur als Gesamtsumme nennen. Wir zeigen Ihnen die Aufschlüsselung transparent, damit Sie Ihren Heil- und Kostenplan (HKP) verstehen und nicht von Zwischenpositionen überrascht werden.
| Kostenposition | Preisspanne | Was ist darin enthalten? |
|---|---|---|
| Chirurgischer Eingriff | 800 €, 1.800 € | Implantation inkl. Lokalanästhesie, Naht, Nachkontrolle |
| Implantatkörper | 400 €, 900 € | Künstliche Wurzel aus Titan oder Keramik |
| Abutment | 200 €, 500 € | Verbindungsstück zwischen Implantat und Krone |
| Zahnkrone | 700 €, 1.300 € | Sichtbarer Zahnersatz, individuell im Labor gefertigt |
| Diagnostik (DVT, Planung) | 150 €, 400 € | Dreidimensionales Röntgen, digitale Implantatplanung |
| Knochenaufbau (wenn nötig) | 500 €, 3.000 € | Knochenersatzmaterial oder körpereigenes Material plus Membran |
Welche Faktoren beeinflussen die Kosten eines Zahnimplantats?
Die Preisspanne ist groß, weil jedes Implantat eine Einzelanfertigung ist. Folgende Punkte beeinflussen den Endpreis spürbar:
- Material des Implantats: Keramikimplantate kosten im Schnitt 200 € bis 500 € mehr als Titanimplantate
- Knochensituation: Bei Knochenabbau wird ein Knochenaufbau erforderlich, der die Gesamtkosten erheblich erhöht
- Anzahl der Implantate: Bei mehreren Implantaten in einer Sitzung sinken die chirurgischen Einzelkosten
- Art der Krone: Vollkeramik ist hochwertiger, teurer und ästhetisch attraktiver als Verblendkeramik auf Metallunterkonstruktion
- Laborleistungen: Ein hauseigenes Dentallabor verkürzt Wege und vermeidet Zwischenmargen externer Labore
- GOZ-Steigerungsfaktor: Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) erlaubt einen Steigerungsfaktor zwischen 1,0 und 3,5 je nach Schwierigkeitsgrad
Auch die Erfahrung des Behandlers wirkt sich auf den Preis aus. Bei einem spezialisierten Implantologen zahlen Sie mehr, profitieren aber von präziserer digitaler Planung und niedrigeren Komplikationsraten. Über eine Haltbarkeit von 15 oder mehr Jahren rechnet sich diese Qualität.
Typische Kostenszenarien im Überblick
Szenario A: Einzelzahn Seitenzahnbereich ohne Knochenaufbau
Titanimplantat, Standardkrone aus Keramik, Unterkiefer, gute Knochensubstanz, ohne zusätzliche Maßnahmen.
ca. 2.800 €, 3.400 €Szenario B: Einzelzahn Frontzahnbereich mit Keramikimplantat
Keramikimplantat, Vollkeramikkrone, Oberkiefer, höherer ästhetischer Anspruch, ggf. Weichgewebsmanagement.
ca. 3.500 €, 4.800 €Szenario C: Einzelzahn mit Knochenaufbau
Titan oder Keramik, Knochendefizit erfordert Knochenaufbau mit körpereigenem Blutplasma-Verfahren, Einheilzeit verlängert sich.
ca. 4.200 €, 6.500 €Szenario D: All-on-4-Versorgung pro Kiefer
Vier Implantate tragen eine festsitzende Brücke für alle Zähne eines Kiefers. Gesamtlösung für zahnlose oder stark geschädigte Kiefer.
ca. 12.000 €, 18.000 € pro KieferAll-on-4 bezeichnet ein Konzept, bei dem vier strategisch gesetzte Implantate eine vollständige festsitzende Zahnreihe tragen. Die hinteren Implantate werden dabei leicht angewinkelt gesetzt, um Knochenaufbau im Oberkiefer zu vermeiden. Das senkt die Kosten gegenüber sechs oder acht Einzelimplantaten deutlich.
Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse beim Zahnimplantat?
- GKV bezuschusst ausschließlich die Krone, nicht den Implantatkörper
- Festzuschuss beträgt 60 % des Regelsatzes (ohne Bonusheft)
- Mit 10 Jahren lückenlosem Bonusheft steigt der Zuschuss auf 75 %
- Alle chirurgischen Leistungen und das Implantat selbst sind Eigenanteil
- Privatpatienten: je nach Tarif 50 %, 100 % Erstattung möglich
Die gesetzliche Krankenkasse betrachtet das Zahnimplantat selbst als Privatleistung. Bezuschusst wird ausschließlich der Zahnersatz auf dem Implantat, also die Krone, und das nur in Höhe des Festzuschusses für die jeweilige Regelversorgung. Den Implantatkörper, das Abutment und alle chirurgischen Leistungen tragen Sie als Eigenanteil selbst.
Gemäß §§ 55 und 56 SGB V beträgt der Festzuschuss bundesweit 60 % der Regelversorgung. Mit einem lückenlosen Bonusheft erhöht sich dieser Anteil deutlich. Genau hier liegt für gesetzlich Versicherte ein konkreter Sparhebel, der vielfach unterschätzt wird.
Bonusheft: So erhöhen Sie Ihren GKV-Zuschuss
| Bonusheft-Status | Festzuschuss | Beispiel: Regelversorgung 800 € | Ersparnis vs. ohne Heft |
|---|---|---|---|
| Ohne Bonusheft | 60 % | 480 € | - |
| 5 Jahre lückenlos | 70 % | 560 € | 80 € |
| 10 Jahre lückenlos | 75 % | 600 € | 120 € |
Wer seit zehn Jahren regelmäßig zur Kontrolle geht, spart bei einer mittleren Versorgung schnell 120 € pro Krone. Bei einer Komplettversorgung mit mehreren Kronen addiert sich dieser Vorteil erheblich. Wir empfehlen jedem Patienten, das Bonusheft konsequent zu führen und lückenlos zu dokumentieren. Lange nicht beim Zahnarzt gewesen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Heft wieder zu füllen, damit künftige Behandlungen weniger kosten.
Wichtig: Der Heil- und Kostenplan ist Ihr Schlüsseldokument. Vor jeder Implantatbehandlung erstellen wir Ihnen diesen Plan schriftlich. Reichen Sie ihn bei Ihrer Kasse ein, bevor die Behandlung beginnt. Die Kasse prüft den Plan und bestätigt den Zuschuss schriftlich. Erst dann starten wir mit der eigentlichen Behandlung.
Zahnzusatzversicherung und Privatpatienten
Private Krankenversicherer übernehmen je nach Tarif zwischen 50 % und 100 % der Implantatkosten. Prüfen Sie vor der Behandlung Ihren Tarif auf Implantatklauseln und Höchstgrenzen pro Kalenderjahr. Manche Tarife begrenzen die Erstattung auf 1.000 € oder 2.000 € pro Jahr, was bei einem Einzelimplantat ausreicht, bei einer Komplettversorgung jedoch nicht.
Zahnimplantat Ablauf: Schritt für Schritt zur neuen Zahnwurzel
- Phase 1: Beratung, DVT-Diagnostik, Heil- und Kostenplan (1 bis 3 Wochen)
- Phase 2: Implantation, ggf. Knochenaufbau (ambulanter Eingriff, 60 bis 120 Minuten)
- Phase 3: Einheilungsphase und Osseointegration (6 Wochen bis 6 Monate)
- Phase 4: Kroneneinsatz und Nachsorge (1 bis 2 Termine)
Zahnimplantat-Ablauf und Gesamtdauer hängen von Ihrer individuellen Ausgangssituation ab. Erfahrungsgemäß dauert ein Standardfall ohne Knochenaufbau drei bis vier Monate. Wir erklären Ihnen jeden Schritt vorab, besonders wenn Sie Bedenken vor dem Eingriff haben, ist diese Transparenz das Wichtigste.
- Beratung und Diagnose Ausführliches Gespräch, klinische Untersuchung, 3D-Röntgen per DVT, Heil- und Kostenplan
- Implantatinsertion Ambulanter Eingriff unter Lokalanästhesie, ggf. kombiniert mit Knochenaufbau
- Einheilungsphase Osseointegration des Implantatkörpers, Provisorium zur Überbrückung
- Kroneneinsatz Individuelle Krone aus dem hauseigenen Labor, Eingliedern und Okklusionskontrolle
Phase 1: Beratung, Diagnostik und 3D-Röntgen (DVT)
Zahnimplantat-Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Beratung. Wir besprechen Ihre Wünsche, prüfen Ihren Zahn- und Knochenstatus und erstellen eine dreidimensionale Aufnahme per DVT. DVT steht für digitale Volumentomographie und liefert ein präzises Schnittbildvolumen des Kiefers, das konventionelles Panoramaröntgen weit übertrifft. Anhand dieser Daten planen wir Position, Winkelung und Tiefe des Implantats virtuell am Bildschirm.
Sie erhalten anschließend einen schriftlichen Heil- und Kostenplan für die Krankenkasse. Wir empfehlen, mit der Behandlung erst zu beginnen, wenn die schriftliche Kostenzusage der Kasse vorliegt. Diese Phase umfasst ein bis zwei Termine über etwa eine bis drei Wochen.
Phase 2: Implantation und gegebenenfalls Knochenaufbau
Der Eingriff dauert je nach Anzahl der Implantate 30 bis 120 Minuten und wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch oder bei starker Aufregung ist auch eine Behandlung unter Lachgas möglich, sprechen Sie uns darauf an. Wir setzen das Implantat minimalinvasiv nach digitaler Bohrschablone ein, was Präzision und Heilung verbessert.
Reicht das Knochenangebot nicht aus, kombinieren wir den Eingriff mit einem Knochenaufbau. Unsere Praxis arbeitet dabei mit einem modernen Verfahren auf Basis körpereigener Blutplasma-Wachstumsfaktoren (PRF, Platelet Rich Fibrin). Diese werden vor dem Eingriff aus Ihrem Blut gewonnen und fördern die natürliche Knochenregeneration, ohne dass körperfremdes Material nötig ist. Schwellungen und Heilungsdauer reduzieren sich dadurch spürbar.
Phase 3: Einheilungsphase und Osseointegration
Osseointegration beschreibt den Prozess, bei dem Knochenzellen direkt an die strukturierte Implantatoberfläche heranwachsen. Das Implantat verankert sich ohne Bindegewebe fest im Kieferknochen. Die Dauer unterscheidet sich deutlich nach Kieferregion, ein Detail, das kaum konkret kommuniziert wird.
| Kieferbereich | Einheilzeit | Ursache der Unterschiede |
|---|---|---|
| Unterkiefer | 6 bis 12 Wochen | Dichtere kortikale Knochenstruktur, bessere Durchblutung |
| Oberkiefer | 3 bis 6 Monate | Spongioserer Knochen, Nähe zur Kieferhöhle, weniger Dichte |
| Nach Knochenaufbau | Zusätzlich 2 bis 4 Monate | Neugebildetes Knochenmaterial benötigt Reifezeit |
| Sofortimplantat (ideal) | 4 bis 8 Wochen | Nur bei perfekter Ausgangssituation möglich |
In dieser Zeit tragen Sie ein vorübergehendes Provisorium, damit weder Ästhetik noch Kaufunktion leiden. Verzichten Sie auf Rauchen, meiden Sie harte Speisen und halten Sie die Mundhygiene konsequent aufrecht. Regelmäßige Kontrollen in dieser Phase helfen uns, frühzeitig einzugreifen, falls die Einheilung nicht erwartungsgemäß verläuft.
Phase 4: Krone einsetzen und Nachsorge
Kroneneinsatz und Nachsorge bilden den abschließenden Teil der Zahnimplantat-Behandlung. Unser hauseigenes Dentallabor fertigt Ihre individuelle Krone direkt im Haus. Externe Laborwege entfallen, was die Wartezeit verkürzt. Form, Farbe und Biss werden eng zwischen Behandler und Zahntechniker abgestimmt.
Beim Einsetzen wird die Krone fest verschraubt oder zementiert. Wir prüfen Kaufläche, Biss und Randschlüsse sorgfältig, bevor die Behandlung abgeschlossen wird. Danach folgen regelmäßige Kontrolltermine, mindestens einmal jährlich, sowie die professionelle Zahnreinigung als zentraler Schutz vor Periimplantitis. Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung des Gewebes rund um das Implantat, vergleichbar mit Parodontitis beim natürlichen Zahn.
Wie lange dauert die gesamte Zahnimplantat-Behandlung?
Die Gesamtdauer einer Implantatbehandlung hängt vor allem davon ab, ob ein Knochenaufbau nötig ist und in welchem Kiefer behandelt wird. Die folgende Übersicht zeigt typische Zeitspannen, die bei den meisten Patienten zutreffen.
| Behandlungsszenario | Gesamtdauer | Typische Terminanzahl |
|---|---|---|
| Standardimplantation Unterkiefer | 3 bis 4 Monate | 4 bis 5 |
| Standardimplantation Oberkiefer | 4 bis 6 Monate | 5 bis 6 |
| Implantation mit Knochenaufbau (einstufig) | 6 bis 9 Monate | 6 bis 7 |
| Implantation mit Knochenaufbau (zweistufig) | 9 bis 14 Monate | 7 bis 9 |
| Sofortimplantat (bei optimalen Bedingungen) | 4 bis 8 Wochen | 3 bis 4 |
Sofortimplantate werden direkt nach der Zahnentfernung in die frische Extraktionswunde eingesetzt. Das spart Zeit und schont das Knochenangebot, weil der Knochen nach Zahnentfernung schnell abbaut. Sofortimplantate kommen aber nur in Frage, wenn Knochenangebot, Zahnfleisch und Allgemeingesundheit es zulassen. Wir prüfen diese Option im Erstgespräch individuell.
Was passiert zwischen den Terminen?
Viele Patienten fragen, ob die langen Abstände zwischen den Terminen normal sind, ja, sie sind es. Die meiste Zeit verbringt nicht der Zahnarzt, sondern Ihr Körper mit der Heilung. Zwischen Eingriff und Kroneneinsatz gibt es zwei bis drei kurze Kontrolltermine. Die gesamte Arbeitszeit am Behandlungsstuhl summiert sich auf unter vier Stunden für ein vollständiges Implantat.
Finanzierungsmöglichkeiten und Zahnzusatzversicherung
- Ratenzahlung: flexible Teilzahlung über 12 bis 72 Monate
- Zahnzusatzversicherung: 70 %, 90 % Übernahme je nach Tarif
- Steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung
- Bonusheft: erhöht GKV-Zuschuss auf bis zu 75 %
Auch wenn ein Zahnimplantat eine größere Investition ist, müssen Sie die Summe nicht auf einmal aufbringen. Folgende Wege erleichtern die Finanzierung erheblich.
- Ratenzahlung über die Praxis: In Zusammenarbeit mit dentalspezialisierten Finanzierungspartnern bieten wir flexible Raten über 12 bis 72 Monate an
- Zahnzusatzversicherung: Frühzeitig abgeschlossen übernimmt sie je nach Tarif 70 %, 90 % der Kosten; achten Sie auf Wartezeiten und jährliche Höchstgrenzen
- Steuerliche Absetzbarkeit: Implantatkosten können als außergewöhnliche Belastung gemäß § 33 EStG in der Einkommensteuererklärung angesetzt werden, wenn die zumutbare Eigenbelastung überschritten wird
- Bonusheft konsequent führen: Erhöht den Festzuschuss um bis zu 15 Prozentpunkte
Ratenzahlung: Was Sie wissen sollten
Dentalfinanzierungen sind speziell auf Zahnbehandlungen zugeschnitten. Übliche Laufzeiten sind 12, 24 oder 36 Monate. Je nach Anbieter und Laufzeit fallen Zinsen an oder die Finanzierung ist für kurze Zeiträume zinsfrei. Klären Sie im Beratungsgespräch, welche Option zu Ihrer finanziellen Situation passt. Wir helfen dabei und stellen die Unterlagen für den Finanzierungsantrag bereit.
Steuerliche Absetzbarkeit im Detail
Zahnimplantatkosten lassen sich als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend machen. Voraussetzung: Die zumutbare Eigenbelastung, abhängig vom Einkommen und der Familiensituation zwischen 1 % und 7 % des Einkommens, muss überschritten werden. Bei einer größeren Versorgung wie einer All-on-4-Behandlung trifft das fast immer zu. Bewahren Sie alle Rechnungen, Quittungen und den Heil- und Kostenplan sorgfältig auf. Ihr Steuerberater oder das Finanzamt gibt Auskunft über die genaue Berechnung für Ihre Situation.
Risiken einer Zahnimplantation und wie wir ihnen begegnen
- Implantatabstoßung: tritt in weniger als 5 % der Fälle auf
- Periimplantitis: entzündliche Erkrankung, vergleichbar mit Parodontitis
- Nervschädigung: sehr selten, durch präzise DVT-Planung minimierbar
- Wundheilungsstörungen: erhöhtes Risiko bei Rauchern und unkontrolliertem Diabetes
Zahnimplantate gehören zu den am besten dokumentierten chirurgischen Verfahren in der Zahnmedizin. Laut einer Metaanalyse aus dem Journal of Clinical Periodontology liegen die klinischen Erfolgsraten nach zehn Jahren bei über 95 %. Dennoch gibt es Risiken, die wir Ihnen nicht verschweigen möchten, wer sie kennt, kann aktiv dazu beitragen, sie zu minimieren.
Periimplantitis: das größte Langzeitrisiko
Periimplantitis ist eine bakterielle Entzündung des Gewebes um das Implantat, die dem Zahnfleisch und dem Knochen schaden kann. Unbehandelt führt sie zum Implantatverlust. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind konsequente Mundhygiene zu Hause, regelmäßige professionelle Zahnreinigung und jährliche Röntgenkontrollen. Rauchen verdoppelt das Periimplantitis-Risiko, diesen Zusammenhang weisen wir alle Raucher explizit hin.
Implantatabstoßung: wenn das Implantat nicht einheilt
Implantatabstoßung bedeutet, dass der Knochen keine ausreichende Verbindung mit der Implantatoberfläche eingeht. Auslöser können Infektionen, zu frühe Belastung, schlechte Durchblutung oder systemische Erkrankungen sein. Bei rechtzeitiger Erkennung, deshalb sind Kontrolltermine in der Einheilphase so wichtig, lässt sich das Implantat entfernen und nach vollständiger Ausheilung erneut setzen. Für das neue Implantat berechnen wir keine zusätzlichen Kosten; das ist eine Frage der Fairness.
Zahnimplantat, Brücke oder Prothese: Was ist besser?
- Implantat: höchste Haltbarkeit (15 bis 25+ Jahre), kein Knochenabbau, keine Beschleifung
- Brücke: günstigere Einstiegskosten, bewährte Technik, aber Nachbarzähne werden beschliffen
- Prothese: herausnehmbar, günstigste Variante, eingeschränkter Kaukomfort
- Entscheidend: individuelle Situation, Knochenstatus, Budget und Langzeitplanung
Zahnimplantat, Brücke und Prothese bieten jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Ein Implantat ist nicht in jeder Situation die richtige Wahl. Wer einen chirurgischen Eingriff aus medizinischen Gründen nicht möchte oder eine günstigere Sofortlösung benötigt, profitiert manchmal von einer klassischen Brücke oder einer Prothese. Der folgende Vergleich hilft bei der Einordnung.
| Kriterium | Zahnimplantat | Brücke | Prothese |
|---|---|---|---|
| Haltbarkeit | 15 bis 25 Jahre und mehr | 10 bis 15 Jahre | 5 bis 10 Jahre |
| Kieferknochenerhalt | Ja | Nein | Nein |
| Nachbarzähne beschleifen | Nein | Ja (Pfeilerzähne) | Teilweise (Klammerzähne) |
| Reinigung | Wie natürlicher Zahn | Spezielle Zwischenraumpflege | Herausnehmen und reinigen |
| Kaukomfort | Wie natürlicher Zahn | Sehr gut | Eingeschränkt |
| Kosten Einzelzahn | 2.500 €, 4.500 € | 1.000 €, 2.500 € | 500 €, 1.500 € |
Die Brücke erscheint auf den ersten Blick günstiger, bindet jedoch dauerhaft zwei gesunde Nachbarzähne ein, die für die Verankerung beschliffen werden müssen. Diese Zähne sind danach dauerhaft belastet und benötigen nach 10 bis 15 Jahren erneute Versorgung. Über 20 Jahre betrachtet ist das Implantat deshalb die wirtschaftlichere Lösung. Eine ausführliche Beratung zu allen Varianten finden Sie auf unserer Seite zum Zahnersatz.
Zahnimplantate bei der Praxisklinik Dr. Fellmann in Dortmund
Ihr Implantologe in der Dortmunder Innenstadt
Zahnimplantate setzen wir in unserer Praxisklinik an der Hohen Straße 1 mitten in Dortmund-Mitte. Unser hauseigenes Dentallabor, 15 helle Behandlungsräume und der moderne Knochenaufbau mit körpereigenen Blutplasma-Wachstumsfaktoren machen unsere Versorgung besonders. Patienten aus dem Südviertel, der Nordstadt, Hörde, Aplerbeck und dem Hombrucher Süden finden den Weg zu uns bequem über die Innenstadt.
Wir nehmen uns Zeit für Sie, hören zu und erklären jeden Schritt. Wer das Wort Zahnarzt eher zusammenzucken lässt, ist bei uns besonders gut aufgehoben. Mehr dazu auf unserer Seite für Angstpatienten.
Jetzt Online-Termin buchenWeitere Details zu unserer modernen Implantologie und dem innovativen Knochenaufbau-Verfahren finden Sie auf unserer Schwerpunktseite zu Implantaten. Wer im Vorfeld mehr über das Team und die Praxisphilosophie erfahren möchte, ist auf der Seite Über die Praxis richtig.
Warum ein hauseigenes Dentallabor einen konkreten Unterschied macht
Zahnkronen entstehen in einem Labor. Viele Praxen vergeben diesen Auftrag extern, das verlängert Warte- und Abstimmungszeiten. Unser hauseigenes Dentallabor fertigt Ihre Krone direkt im Haus. Das bedeutet kürzere Wartezeiten, kein Zwischenhandel und eine enge Abstimmung zwischen Behandler und Zahntechniker. Wenn Form, Farbe oder Biss angepasst werden müssen, geschieht das innerhalb von Stunden statt Tagen. Typisch für komplexe ästhetische Fälle: Zahntechniker und Behandler besprechen Details direkt, ein Vorteil, den externe Labore strukturell nicht bieten können.
Behandlungszeiten und Erreichbarkeit
- Montag, Dienstag, Donnerstag: 8:00 bis 18:00 Uhr
- Mittwoch: 8:00 bis 15:00 Uhr
- Freitag: 8:00 bis 13:00 Uhr
- Samstag: 9:00 bis 14:00 Uhr
- Adresse: Hohe Str. 1, 44139 Dortmund
- Telefon: 0231 7548937
Häufige Fragen zu Zahnimplantat Kosten und Ablauf
Was kostet ein Zahnimplantat komplett mit Krone?
Ein einzelnes Zahnimplantat inklusive Abutment, Krone und chirurgischer Leistung kostet in Deutschland zwischen 2.500 € und 4.500 €. Bei zusätzlichem Knochenaufbau kommen 500 € bis 3.000 € hinzu. Der genaue Preis ergibt sich aus Ihrer individuellen Situation, die wir im Heil- und Kostenplan schriftlich festhalten, bevor die Behandlung beginnt.
Wie schmerzhaft ist die Implantation?
Der eigentliche Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und ist schmerzfrei. In den ersten zwei bis drei Tagen danach können leichte Schwellungen oder ein Druckgefühl auftreten, die sich mit handelsüblichen Schmerzmitteln gut beherrschen lassen. Viele unserer Patienten berichten, dass die Implantation deutlich angenehmer war als befürchtet. Wer sehr aufgeregt ist, kann auf Wunsch unter Lachgas behandelt werden.
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Bei guter Mundhygiene, regelmäßiger professioneller Zahnreinigung und jährlicher Röntgenkontrolle hält ein Zahnimplantat 15 bis 25 Jahre, vielfach auch deutlich länger. Laut klinischen Langzeitstudien liegen die Erfolgsquoten nach zehn Jahren bei über 95 %. Einige unserer Patienten tragen ihre Implantate seit mehr als zehn Jahren ohne jede Komplikation.
Wann kann ich nach dem Eingriff wieder normal essen?
In den ersten 24 Stunden empfehlen wir weiche, lauwarme Kost wie Suppen, Joghurt oder Kartoffelpüree. Nach etwa einer Woche können Sie wieder normal kauen, sollten aber harte oder klebrige Speisen im Bereich des Implantats für vier bis sechs Wochen meiden. Vollständige Belastbarkeit besteht nach abgeschlossener Einheilungsphase und dem Einsetzen der definitiven Krone.
Was übernimmt die Krankenkasse beim Zahnimplantat?
Die gesetzliche Krankenkasse zahlt den Festzuschuss ausschließlich für die Krone, nicht für den Implantatkörper, das Abutment oder chirurgische Leistungen. Mit gepflegtem Bonusheft (10 Jahre lückenlos) erhalten Sie bis zu 75 % des Regelsatzes auf die Krone. Den verbleibenden Eigenanteil können Sie durch eine Zahnzusatzversicherung oder eine Ratenzahlung abfedern.
Wie verläuft der Ablauf bei Implantaten mit Knochenaufbau?
Wenn der Kieferknochen nicht ausreichend vorhanden ist, wird der Knochenaufbau entweder in derselben Sitzung wie die Implantation oder in einem vorgelagerten Eingriff durchgeführt. Unsere Praxis setzt dabei auf ein Verfahren mit körpereigenen Blutplasma-Wachstumsfaktoren (PRF), das die Heilung beschleunigt und körperfremdes Material vermeidet. Nach dem Knochenaufbau folgt eine zusätzliche Wartezeit von zwei bis vier Monaten, bevor das Implantat gesetzt oder belastet werden kann.
